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Im vorigen
Jahrhundert wurde die kleine Stadt Ilmenau an den Thüringer Bergen
"Bad" und damit Kurstadt. In Ilmenau gab es schon einst eine große Anzahl gepflegter Gaststätten, die miteinander um die Beliebtheit bei den Gästen wetteiferten. Im vorderen Teil der Lindenstraße, zwischen den ehemaligen Kammerlichtspielen und Mühlgraben, hat sich so auch ein Stück Ilmenauer Gaststättengeschichte abgespielt. Im Jahre 1829 wurde von Friedrich Dittmar an dieser Stelle die
älteste Ilmenauer Konditorei gegründet. Von 1885 bis 1901 betrieb Friedrich Dittmars Sohn August Dittmar das Lokal. Zu dieser Zeit wurde das Gebäude neben der Konditorei abgebrochen und an seiner Stelle ein Café im Neo-Rokoko-Stil gebaut (auch das Interieur hatte diesen Stil). Es war eine Sehenswürdigkeit jener Zeit, gab es doch bereits Dampfheizung und elektrisches Licht, das man im eigenen Elektrizitätswerk erzeugte. Kurz nach der Jahrhundertwende wurde das Haus erstmals "Wiener Café" genannt. Die Besitzer wechselten später häufig - Umbauten erfolgten, die das Gesicht des Hauses und auch dessen Namen veränderten. Nach dem II. Weltkrieg zunächst "Konsum-Kaffee", war es ab Mitte der 50er Jahre HO-Gaststätte "Lindenhof", 1984/85 rekonstruiert, wurde es im Jahre 1991 geschlossen. |
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